top of page

Mein Alltag als Tagesmutter in Wiesbaden – Zwischen Bauklötzen, Kinderlachen und ganz viel Herz

  • info213263
  • 30. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Wer an den Beruf einer Tagesmutter in Wiesbaden denkt, stellt sich oft vor, dass wir den ganzen Tag mit den Kindern spielen. Ehrlich gesagt: Ganz falsch ist das nicht. 😊 Aber hinter diesem Beruf steckt so viel mehr.

Ich werde oft gefragt: "Wie sieht dein Tag eigentlich aus?" oder "Was macht eine Tagesmutter den ganzen Tag?" Deshalb möchte ich euch heute einfach mal mitnehmen und einen kleinen Einblick in unseren Alltag geben.

Der Tag beginnt schon vor dem ersten Klingeln

Bevor die ersten Kinder ankommen, ist bei mir schon einiges passiert. Ich lüfte die Räume, bereite das Frühstück vor, stelle Spielsachen bereit und überlege, was wir an diesem Tag gemeinsam erleben könnten.

Dann klingelt es.

Nach und nach kommen die Kinder an – manche stürmen fröhlich herein, andere brauchen erst einmal eine Kuscheleinheit mit Mama oder Papa. Und genau das ist völlig in Ordnung. Mir ist wichtig, dass jedes Kind in Ruhe ankommen darf. Es gibt keinen Stress und keinen Zeitdruck.

Ich finde, ein guter Tag beginnt mit einem guten Gefühl.

Was wir den ganzen Tag machen? Eigentlich eine ganze Menge.

Viele Eltern fragen mich, ob wir einen festen Tagesplan haben.

Ja – und nein.

Natürlich gibt es feste Rituale. Das gibt den Kindern Sicherheit. Wir frühstücken gemeinsam, gehen nach draußen, essen zu Mittag und haben eine Ruhezeit.

Aber dazwischen passiert ganz viel, was sich nicht planen lässt. Und genau das macht den Alltag so schön.

Manchmal bauen wir riesige Türme aus Bauklötzen. Manchmal wird die Puppenecke zum Restaurant oder das Wohnzimmer verwandelt sich kurzerhand in einen Dschungel.

Kinder haben eine unglaubliche Fantasie – und ich liebe es, sie dabei zu begleiten.

Draußen warten die schönsten Abenteuer

Egal ob Sonnenschein, Herbstlaub oder eine Pfütze nach dem Regen – wir sind fast jeden Tag draußen.

Zum Glück gibt es in Wiesbaden viele schöne Spielplätze und Parks. Dort wird geklettert, gerannt, gebuddelt und natürlich ganz viel gelacht.

Oft sind es die einfachen Dinge, die Kinder glücklich machen. Ein Käfer auf dem Weg. Eine Feder im Gras. Oder ein besonders großer Stock, der plötzlich zum Zauberstab wird.

Diese kleinen Momente erinnern auch mich immer wieder daran, wie spannend die Welt eigentlich ist.

Spielen heißt lernen

Das Schönste an meinem Beruf ist, dass Kinder gar nicht merken, wie viel sie jeden Tag lernen.

Beim gemeinsamen Spielen üben sie Geduld, lösen kleine Konflikte, lernen neue Wörter oder werden mutiger. Ganz ohne Druck.

Jedes Kind entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Und genau das finde ich wichtig.

Ich freue mich über jeden kleinen Entwicklungsschritt – egal ob die ersten selbst angezogenen Schuhe oder ein neues Wort, das gestern noch nicht da war.

Auch Essen gehört zu unserem gemeinsamen Alltag

Wenn wir gemeinsam am Tisch sitzen, geht es längst nicht nur ums Essen.

Wir erzählen, lachen und manchmal wird auch überlegt, warum Gurken eigentlich grün sind oder weshalb Kartoffeln unter der Erde wachsen.

Kinder entdecken jeden Tag etwas Neues. Oft reichen schon kleine Gespräche, um ihre Neugier zu wecken.

Hinter den Kulissen

Viele denken, mein Arbeitstag endet, wenn das letzte Kind abgeholt wird.

Ganz so ist es leider nicht.

Dann wird aufgeräumt, Spielzeug gereinigt, eingekauft oder das Bastelmaterial für den nächsten Tag vorbereitet. Außerdem gehören Gespräche mit Eltern, Dokumentationen und regelmäßige Fortbildungen selbstverständlich dazu.

Das sieht niemand – gehört aber genauso zu meinem Beruf.

Warum ich Tagesmutter geworden bin

Manchmal werde ich gefragt, warum ich diesen Beruf gewählt habe.

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach.

Ich liebe es, Kinder auf ihrem Weg zu begleiten. Zu sehen, wie aus einem schüchternen kleinen Menschen nach und nach ein selbstbewusstes Kind wird. Wie Freundschaften entstehen. Wie aus ersten Krabbelversuchen irgendwann kleine Wettrennen werden.

Diese Entwicklung miterleben zu dürfen, ist für mich jedes Mal etwas Besonderes.

Natürlich gibt es auch turbulente Tage. Es wird geweint, gestritten oder Pläne müssen spontan geändert werden. Aber genau das gehört zum Leben mit kleinen Kindern dazu.

Und ganz ehrlich? Langweilig wird es bei uns nie.

Mein Fazit

Für mich bedeutet Tagesmutter in Wiesbaden zu sein viel mehr als Kinder zu betreuen. Ich möchte einen Ort schaffen, an dem sich Kinder sicher fühlen, lachen dürfen, neugierig sein können und einfach Kind sein dürfen.

Wenn Eltern mir ihr Kind anvertrauen, schenken sie mir etwas sehr Wertvolles: ihr Vertrauen. Das weiß ich sehr zu schätzen und genau deshalb gebe ich jeden Tag mein Bestes.

Vielleicht konnte ich euch mit diesem kleinen Einblick zeigen, wie unser Alltag aussieht. Und vielleicht beantwortet dieser Beitrag auch die Frage, die mir so oft gestellt wird:

Was macht eine Tagesmutter eigentlich den ganzen Tag?

Die Antwort lautet: Wir begleiten Kinder mit Herz – jeden einzelnen Tag.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kommentare


bottom of page